Jahreskonzert 2015: Von Gluck bis Rutter - ein Abend voller Musik (PNP vom 15. Juli 2015)

Orchester und Solisten begeistern mit abwechslungsreichem Programm

Die Rinchnacher Propsteikirche war am vergangenen Sonntag wieder der Schauplatz eines abwechslungsreichen Konzertes des Kammerorchester Da Silva und Solisten aus der Region.

Quasi als Ouvertüre erklang die gefällige Sinfonia D - Dur von Christoph Willibald Gluck.

Bereits bei diesem dreisätzigen Werk wurde hörbar, was sich als roter Faden durch den ganzen Konzertabend hindurch ziehen sollte: klarer, transparenter Klang, differenzierte Dynamik und große melodische Bögen, letztere besonders im zweiten Satz.

Beim Rondo für Violine und Streicher von Franz Schubert präsentierte sich die junge Geigerin Simone Gaisbauer aus Rabenstein als souveräneSolisten und das Orchester als disziplinierter Begleiter. Das von Anfang an sehr leichte und lockere Spiel der Solistin steigerte sich immerzu bis zum sehr energiegeladenen und markanten Schluss.

Diesem Stück folgte ein sehr ernstes, schweres Thema mit Variationen von Alexander Glasunow. Zur Mitte hin wurde das Thema immer schneller umspielt, um wieder im anfänglichen Charakter zu enden.


Nach der Pause gab es den musikalischen Höhepunkt des Konzertes: Mit der Arie Quel chiaro rio aus der relativ unbekannten Oper La Corona von Gluck zeigte die Deggendorfer Sopranistin Nina Kaiser ihr Können. Lange Melodiebögen und atemberaubende Koloraturen hielten die Zuhörerin großer Spannung. Große Stimme und hervorragende Atemtechnik prägten den sehr musikalischen Vortrag der Arie.

Eigens für die beiden Flötistinnen Johanna Treimer und Beate Althammer, beide aus Viechtach, und das Orchester Da Silva komponierte der Rinchnacher Komponist Georg Mehling (der sich übrigens auch unter den zahlreichen Zuhörern befand) seine Romanze für zwei Flöten und Streichorchester. Die beiden Solistinnen präsentierten sich als eingespieltes Team und brachten eine trotz einer manchmal eher herben Harmonik sehr gefällige Romanze zu Gehör.

Den Abschluss bildete eine Suite für Streicher von John Rutter. Jeden der drei musikantisch gespielten Sätze verarbeitete ein Volkslied auf je eigene Art. Orchesterchef Karl Handlos darf stolz auf die Leistung seines Orchesters und der Solisten sein. Genauso die Katholische Erwachsenenbildung, die mit diesem Konzert regelmäßig einen Höhepunkt in ihrem Jahresprogramm hat.

Das Publikum bedankte sich für das abwechslungsreiche Konzert mit lang anhaltendem Applaus, dem noch eine Zugabe folgte.